• Public Value

Public Value by moio.care

Der Public Value bezeichnet den Wertbeitrag und Nutzen, den eine Organisation für eine Gesellschaft erbringt. Freies Unternehmertum sollte sich nicht nur durch ein gutes Geschäft rechtfertigen, sondern durch den gesellschaftlichen Nutzen legitimieren. Im Grunde kann jede Organisation auf ganz verschiedene Weise Werte für die Gesellschaft stiften, auch wenn sie gewinn- oder wettbewerbsorientiert ausgerichtet sind.

Die Theorie unterscheidet fünf Dimensionen, in denen eine Organisation einen Gemeinwohlbeitrag schaffen kann: Aufgabenerfüllung, Zusammenhalt, Lebensqualität, Moral und Wirtschaftlichkeit.

Wir haben unser moio.care System auf diese Dimensionen geprüft:

Das moio.care System adressiert eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahre, in Deutschland genauso wie in allen anderen entwickelten Ländern: Die Versorgung unserer Älteren.

Aktuell sind in Deutschland 3,9 Mio. Menschen pflegebedürftig. Die Zahl steigt bis 2030 um über 30 % an. Die meisten möchten zu Hause versorgt werden, der Grundsatz „ambulant vor stationär“ ist gesetzlich verankert und im Pflegestärkungsgesetz II auch finanziell besser ausgestattet worden.

Der Bedarf steigt, aber das familiäre Pflegepotenzial bleibt konstant. Daraus ergibt sich eine Versorgungslücke, die in Zeiten des Fachkräftemangels durch professionelle Dienstleister nicht geschlossen werden kann. Aktuell sind 30.000 Pflegestellen unbesetzt. Auf 100 offene Stellen kommen 23 Bewerber*innen.

Wer soll die Arbeit machen? Bis heute kann keiner die Frage beantworten!

Das moio.care System setzt an diesem Punkt an. Wir möchten direkt am Point-of-care für Veränderung sorgen. Innovativ, effizient und vernetzt.

Das moio.care System wacht über den Zustand des Gepflegten und informiert die Pflegenden über eine App, sobald konkreter Handlungsbedarf besteht. Es informiert ALLE Personen, die sich die moio.app auf ihr Smartphone geladen haben und den zugehörigen Code des Sensormoduls gescannt haben.

Vollkommen gleich ob es sich dabei um Familie, Freunde, Nachbarn, Gemeindeschwestern oder Pflegekräfte handelt, vollkommen gleich ob häuslich-ambulant, teilstationär oder stationär, vollkommen gleich ob in der Krankenpflege, Altenpflege oder der Behindertenpflege.

So entsteht für jeden Gepflegten ein individuelles Versorgungsnetzwerk, in dem je nach Bedarf unterschiedliche Personen Hilfe leisten können. Durch diese Transparenz kommt es zu ganz neuen Formen der Zusammenarbeit und sehr flexiblen Formen der Arbeitsteilung.

Beispielsweise kann der Nachbar bei einem Sturz aufheben, der Enkel den weggelaufenen Opa einsammeln und die Tochter oder der Partner die Umlagerung in der Nacht vornehmen. Ergänzt um den professionellen Pflegedienst, der die Grundpflege übernimmt und einspringt, wenn niemand aus der Familie helfen kann. Pflege und Fürsorge wird auf mehreren Schultern verteilt und die Versorgung der Älteren kann gemeinschaftlich bewältigt werden.

Bei der Entwicklung des moio.care Systems war uns wichtig, dass alle Beteiligten von der Anwendung profitieren. Auf der einen Seite reduzieren wir die Belastung der Pflegenden. Durch das moio.care System wird die Aufgabe auf ein Netzwerk verteilt, durch seine Funktionen entfallen unnötige Kontrollaufgaben oder -routinen. Die Belastung für den Einzelnen sinkt Gleichzeitig steigt die Pflegequalität, da Hilfe anlassinduziert genau dann geleistet werden kann, wenn sie nötig ist. Nicht zu früh und nicht zu spät. Mit dem moio.care System entfallen beispielsweise unnötige Störungen der Nachtruhe oder es räumt gegenseitig mehr Bewegungsfreiheit ein.

Bei allen Beteiligten sinkt dadurch das Stressniveau, das Konfliktpotenzial und die Lebensqualität steigt.

Ja, wir halten die Anwendung des moio.care Systems für ethisch vertretbar, da es die Interessen aller Beteiligten fördert und nicht das Wohl des einen gegen das Wohl des anderen aufgewogen wird. Die ethischen Aspekte waren bereits bei der technischen Grundkonzeption ein wichtiger Faktor. Das zeigt sich vor allem an drei Aspekten:

1.) Der „warme Kontakt“ zwischen Menschen wird nicht durch Technik ersetzt, sondern gefördert. Durch ein breiteres Unterstützungsnetzwerk stärkt sich sogar die Vielzahl der soziale Kontakt, da mehr Menschen in die Situation eingebunden sind.

2.) Die Sensoren des moios wachen permanent über den Zustand des Pflegebedürftigen. Es ist uns dabei ganz wichtig, dass die Auswertungsintelligenz auf dem Sensormodul liegt. Erst wenn das moio ein Ereignis registriert, werden Informationen an den Server gesendet und von dort an die Empfänger verteilt. Damit reduzieren wir die gespeicherte Information auf das Nötigste, alles andere wird vergessen.

3.) Das moio wird unter der Kleidung, direkt auf der Haut getragen. Es ist so unauffällig, dass es von außen nicht zu sehen ist. Der Tragende wird nicht stigmatisiert!
Wir halten es sogar für moralisch geboten, das moio.care System zu nutzen. Alle Beteiligten erhalten mehr individuelle Freiheit, Selbstbestimmung und Privatheit und alle zusammen durch die Einbindung in ein Netzwerk auch mehr gesellschaftliche Vielfalt und Teilhabe.

Um Personen in einer kostspieligen Situation wie der Pflegebedürftigkeit nicht zusätzlich durch hohe Anschaffungskosten zu belasten, bieten wir das moio.care System für zu Hause in einem Mietmodell an. Dafür verlangen wir eine monatliche Miete, die beispielsweise durch das Unterstützungsbudget getragen werden können, über das jeder Pflegegeldempfänger monatlich abrechnen kann.

Das Mietmodell hat den Vorteil, dass nach Kündigung des Vertrages, das moio an uns zurückgesendet wird, um es für den nächsten Kunden aufzubereiten. Damit gewährleisten wir, dass alle moios über deren Produktlebenszeit in Benutzung sein können. Es entstehen keine unnötigen Wegwerfartikel.

GEWINNER DES ERNST & YOUNG PUBLIC VALUE AWARDS für Start-ups 2018

Stimmen aus der Jury

Wir freuen uns, dass unsere Argumentation die Jury des EY Public Value Awards überzeugt hat. Im Wettbewerb konnten wir uns gegen 135 andere Konkurrenten durchsetzen und

Julie Linn Teigland, Managing Partner EY Deutschland, Schweiz und Österreich, sagt:
„Die Start-ups im Wettbewerb machen die Welt mit ihren Ideen ein Stück besser. Sie setzen nicht nur auf innovative Geschäftsmodelle sondern auch auf positive Auswirkungen für die Gesellschaft. Große Entrepreneure hat schon immer ausgemacht, dass sie Verantwortung übernehmen und ich freue mich, dass diese Werte heute wieder einen größeren Stellenwert bekommen.“

Hubert Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung EY Deutschland, sagt:
„Unternehmen sind Teil der Gesellschaft und werden auch wesentlich darüber wahrgenommen, welchen Wert sie zum Gemeinwohl beitragen. Die Geschäftsmodelle, die beim Award präsentiert wurden, beweisen eindrucksvoll, dass junge Unternehmer mit frischen Ideen ihre gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen.“