• FAQ

Die häufigsten Fragen und unsere Antworten zu unserer Telecare-Lösung, dem intelligenten Pflegepflaster moio.care: Wir haben die erhaltenen Fragen in die folgenden Themenbereiche gegliedert, um Ihnen eine schnelle Übersicht zu ermöglichen.

Stören die App-Benachrichtigungen nicht den Ablauf der Pflegearbeit?

  • Die Abläufe werden sich durch den Einsatz des moio.care Systems verändern. Einige Routinen fallen weg, andere werden durch die Informationen unterbrochen.
    Insgesamt sind wir überzeugt, dass durch moio.care eine bessere Pflegequalität werden kann, da Hilfe genau dann gegeben wird, wenn sie nötig ist (anlassinduziert) und gleichzeitig die Belastung für die Pflegekraft sinkt, da viele unnötigen Routinen unterbleiben können. Die moio.care App informiert nur, wenn konkreter Handlungsbedarf besteht. Damit wird die Informationmenge auf das Nötigste beschränkt.

 

Ersetzt das moio Pflegekraft?

  • Nein! Das moio.care System stellt bessere Informationen über den Zustand des Gepflegten zur Verfügung. Dadurch können unnötige Kontroll- und Routinetätigkeiten reduziert werden und es entsteht mehr frei verfügbare Zeit, beispielsweise für zwischenmenschliche Zuwendung.
    Unser Ansatz ist es, durch technische Assistenzen die Pflegekraft bei Ihren Kernaufgaben zu unterstützen, nicht sie zu ersetzen.

 

Wie sieht es mit der Hautverträglichkeit aus, führt das ständige Tragen eines Pflasters nicht zu Hautreizungen bei den Patienten?

  • Wir arbeiten bei der Entwicklung der moio Pflastertasche mit führenden Experten für Wundauflagen zusammen. Für die Pflastertasche werden hypoallergene, atmungsaktive Materialien verwendet, die für das Tragen über längere Zeiträume geeignet sind. Die Hautseite wird nur punktuelle Klebeflächen aufweisen, so dass auch bei mehrmaliger Überklebung der gleichen Stelle nicht immer dieselbe Hautstelle betroffen ist.
    Trotzdem lässt sich eine Belastung der Haut nicht vermeiden. Die Hautverträglichkeit des Einzelnen sollte in jedem Fall vorher an geeigneter Stelle getestet werden. Bei bekannten Unverträglichkeiten ist von einer Nutzung abzusehen.

 

Die moio.care Pflastertasche soll bis zu einer Woche auf der Haut getragen werden. Wie sieht es mit der Hautverträglichkeit aus?

  • Die Pflastertasche wird in Zusammenarbeit mit Experten im Wund und- Pflasterbereich entwickelt. Natürlich sollte in jedem Fall zusätzlich die Hautverträglichkeit der Träger überprüft werden.

 

Der persönliche und menschliche Kontakt ist in der Pflege von großer Bedeutung. Geht dieser Kontakt durch den Einsatz technischer Hilfsmitteln nicht verloren?

  • Nein – ganz im Gegenteil. Unser Ansatz ist es, durch technische Hilfsmittel pflegeferne Tätigkeiten zu reduzieren, beispielsweise bei der Dokumentation. Dadurch entsteht mehr Zeit für den „warmen Kontakt“ zum Gepflegten.

 

Oft werden pflegerische Hilfsmittel wie Armbanduhren oder Halsketten von den Patienten als störend empfunden und teilweise mit erheblichem Aufwand und Verletzungsrisiko entfernt. Was ist anders beim moio Pflegepflaster?

  • Genau aus diesem Grund haben wir uns für die spezielle Pflasterform entschieden. Da das moio am Rücken, unter der Kleidung getragen wird, kann man es nicht sehen. Durch die dünne, weiche und flexible Bauform ist es vom Träger taktil kaum spürbar. Damit wird es nicht als Fremdkörper wahrgenommen, der Impuls es zu entfernen fehlt.
    Sollte das moio doch so störend sein, dann kann es ohne Verletzungsrisiko entfernt werden. Das war uns wichtig. Über die Tragekontrolle erhalten die Pflegenden eine Nachricht, sobald das moio den Körperkontakt verliert.

Wann bekommt der Pflegende eine Benachrichtigung auf die moio.care App?

  • Alle Funktionen des moio.care Systems können einzeln ein- und ausgeschaltet und für jeden Gepflegten individuell konfiguriert werden. Pflegende werden nur zu den Ereignissen benachrichtigt, die sie vorher festgelegt haben.

Wie findet die Datenübertragung statt?

  • Die Daten zwischen dem moio und dem moio.care Server werden per TCP/IP mit 256 Bit AES Verschlüsselung über das GSM Mobilfunknetz übertragen. Das moio nutzt dabei alle verfügbaren Datennetze (Telekom, Vodafone, O2, E-Plus). Die Daten zwischen dem moio.care Server und der moio.care App werden ebenfalls verschlüsselt über eine Internetverbindung übertragen. Ob über Netzwerkkabel, W-LAN oder Mobilfunk hängt davon ab, wie der Computer, das Smartphone oder Tablet mit dem Internet verbunden ist.

 

Wie sieht es aus, wenn man mehrere Patienten ein Pflaster tragen, werden diese dann alle in einer App angezeigt?

  • Ja, wenn man als Pflegender die Leserechte für mehrere moios hat, werden alle Informationen übersichtlich in einer App angezeigt.

 

Stehen die Patienten durch die GPS-Ortungsfunktion nicht unter permanenter Kontrolle?

  • Ja und Nein. Ja, weil beim Geofencing die Position des Trägers immer wieder überprüft werden muss. Dazu schaltet das moio in regelmäßigen seine Bluetooth- und GPS-Antennen ein und bestimmt den aktuellen Aufenthaltsort. Nein, weil das moio zwar die Position überprüft, aber die Daten nicht speichert oder übermittelt, solange alles in Ordnung ist. Da im Regelbetrieb keine Ortsdaten auf dem moio.care Server gelangen, kann auch kein Bewegungsprofil erstellt werden.Ortsdaten werden nur dann an den moio.care Server und von dort an die moio.care App übermittelt, wenn der Geofence verlassen wurde und damit ein Alarmzustand eintritt. Das ist nötig, damit die Person schnell gefunden werden kann. Die Übermittlung endet, wenn der Geofence wieder betreten wurde.

Wie viel kostet das moio.care System?

  • Das moio.care Home für den häuslichen Bereich kostet 59,95 EUR pro Monat zzgl. einer einmaligen Einrichtungsgebühr in Höhe von 25,00 EUR.
    Für das moio.care Pro System gibt es noch keine abschließende Preisgestaltung.

 

Was passiert beim Ausfall eines Gerätes, wer übernimmt die Kosten?

  • Sowohl im moio.care Home wie im moio.care Pro werden die moios vom Kunden nicht gekauft sondern gemietet. Sollte ein moio defekt sein, tauschen wir es schnell und unkompliziert gegen ein neues moio aus.
    Solange das moio nicht durch fahrlässige Handhabung mutwillig beschädigt wurde, tragen wir die Kosten für den Austausch.

Wer entscheidet über die Verwendung des Pflasters, wenn Patienten aufgrund ihrer demenziellen Erkrankung nicht mehr einwilligungsfähig sind?

  • Im Rahmen unserer Sorgfaltspflicht fragen wir während des Bestellprozesses ab, mit welcher Berechtigung Pflegende das moio.care System zum Einsatz bringen möchten. Das kann das informierte Einverständnis des Patienten sein, eine rechtliche Betreuung, eine Vorsorgevollmacht oder ein Beschluss des Amtsgerichts. Zudem weisen wir bei der Konfiguration der einzelnen Funktionen darauf hin, welche rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten sind und wo die Grenze zwischen regulärem und missbräuchlichem Einsatz verläuft. Wie das System letztendlich durch die Kunden genutzt wird, können und dürfen wir als Hersteller nicht kontrollieren. Die rechtskonforme Anwendung obliegt dem Verantwortungsbereich des Kunden.

 

Wird der Patient durch die Anbringung des Pflasters nicht in seinem Recht auf Bewegungsfreiheit i.S.v. Art. 2 Absatz 2 GG eingeschränkt?

  • Alle Funktionen des moio.care Systems zielen darauf ab, Pflegenden und Gepflegten mehr Unabhängigkeit, Freiheit und Privatsphäre zu ermöglichen. Das moio.care System generiert Informationen, schränkt den Patienten in seiner physischen Bewegungsfreiheit aber überhaupt nicht ein. Solange Ortsinformationen dazu genutzt werden, Kenntnis über den Aufenthaltsort zu erlangen, handelt es nicht um eine freiheitsentziehende Maßnahmen. Erst, wenn mit Hilfe der Ortsinformationen der Patient wiederholt und dauerhaft bspw. durch das Personal am Verlassen des Hauses gehindert wird, wäre die Anwendung des moio.care Systems als freiheitsentziehende Maßnahme einzustufen.